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Allgemeines über selbsttätiges Lösen

Das Versagen dynamisch - insbesondere quer zur Achse - belasteter Schraubenverbindungen ist nicht selten auf selbsttätiges Lösen zurückzuführen. Das bedeutet Schadensfälle, verursacht durch teilweisen oder vollständigen Verlust der Vorspannkraft in Form von Dauerbruch oder Losdrehen der Schrauben.

Verantwortlich für das Losdrehen ist das innere Losdrehmoment der Vebrindung; es entsteht durch Aufheben des Reibschlusses zwischen Kopfauflage und Bauteil sowie zwischen Bolzen und Muttergewinde.

Eine sichere, dynamisch belastete Verbindung ersetzt also Erhalt des Reibschlusses voraus. Das kann durch verschiedene Maßnahmen gewährleistet werden, am besten durch konstruktive Vorkehrungen. Reichen diese nicht aus, muss gegen selbsttätiges Lösen durch Stoffschluss gesichert werden, z.B. mit preCOTE-Mirkroverkapselung (System Omni-Technik).

Klebendes Sicherungselement


Kleber als Sicherungselemente sind in der Praxis als Losdrehsicherungen bewährt. Durch den Stoffschluss zwischen Bolzen- und Muttergewinde werden Relativbewegungen verhindert, das innere Losdrehmoment wird nicht wirksam.

preCOTE®, nach dem System von Omni-Technik, bedeutet: ein unter Luftausschluss mit Metallkontakt aushärtender Flüssigkonststoff, eingekapselt in eine dünne Polymerwand und eingebettet in ein reaktives Bindersystem, wird für Sie auf das Gewinde von Schrauben aufgebracht. Sie erhalten Schrauben mit einem trockenen, grifffesten und jederzeit einsatzbereiten Sicherungsüberzug.

Mit preCOTE® kann jedes Gewindeteil, unabhängig von Form und Größe, natürlich auch jedes Normteil, ob mit oder ohne Kopf, beschichtet werden.

Schrauben
Funktion von preCOTE®

Beim Verschrauben der mit preCOTE beschichteten Gewindeteile werden die Mikrokapseln durch Druck und/oder Scherbeanspruchung zerstört. Dabei wird der Flüssigkunststoff freigesetzt und härtet in Verbindung mit dem Bindersystem aus, wodurch die gewünschte Sicherungswirkung sowie eine zusätzliche Dichtwirkung erzielt werden.

Eigenschaften von preCOTE®
(System Omni-Technik)


Ausgehärtetes preCOTE sichert die Gewindeverbindung auch bei srtärkster dynamischer Querbeanspruchung. Das bedeutet, dass kein über das Maß des Setzbetrages hinausgehender Vorspannungsverlust eintritt. Dieser Setzbetrag hängt vom verspannten Material und dessen Oberflächenrauhigkeit ab.
Ferner wird durch das ausgehärtete preCOTE® die Gewindeverbindung zuverlässig abgedichtet. Hinzu kommt das Verhindern von Korrosion in den Gewindeverbindungen. Die Montage erfolgt unter nahezu denselben Bedingungen wie bei unbehandelten Gewindepaarungen. Lediglich der teilweise erhöhte Gewindereibwert muss durch die Korrektur des Anziehdrehmomentes aufgefangen werden. preCOTE® gesicherte und gedichtete Schraubenverbindungen lassen sich ohne Beschädigung der Gewinde und mit normalem Werkzeug wieder lösen.

Aushärtung

Die Aushärtung von preCOTE® beginnt ca. 10-15 Minuten nach der Montage und hat nach 5 Stunden ca. 90 % erreicht. Eine vollständige Durchhärtung ist nach 24 Stunden vorhanden. preCOTE® härtet auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und tiefer aus. Aushärtung mit erhöhten Temperaturen bewirkt eine Aushärtebeschleunigung, jedoch keine Festigkeitssteigerung.

Thermische und chemische Beständigkeit

preCOTE-Beschichtungen sind bis 150° C temperaturbeständig. Sie sind beständig gegen trockene, inerte technische Gase, Wasser, Hydraulik- und Motorenöle. Bei anderen Substanzen bitte erst rückfragen.

Die Lagerfähigkeit beschichteter Gewindeteile beträgt bei ordnungsgemäßer Lagerung (Ö 28° C und Ö 65 % rel. Luftfeuchtigkeit) 4 Jahre.
oT preCOTE® wird den Anforderungen der Praxis entsprechend in Form von drei unterschiedlichen Standardprodukten angeboten:

oT preCOTE 30®: Für niedrigfeste Gewindesicherungen und für die Gewindedichtung; leichte Demontage; keine Nachhärtung.

oT preCOTE 80®: Universal-Schraubensicherung, hochfest und temperaturbeständig
bis + 150° C.

oT preCOTE 85®: Schraubensicherung hochfest und temperaturbeständig bis + 150° C; niedriger Gewindereibwert; gute Demontierarbeit.

Tabelle
SCHRAUSI Technik-Informationen stellen lediglich Anwendungsbeispiele bzw. Anregungen dar, deren Übernahme oder Realisierung jeweils einer Prüfung bedürfen.